ÜBERBLICK

Über das Lauschen und den großen Spielplan, Interview mit Thomas Hübl u.a. über ein Gedicht von Rumi

Dankbarkeit macht eine Fütterung zum Mahl, Interview mit David Steindl-Rast

Der große Appetit, Von unstillbarer Gier und liebevoller Hinwendung, Leitartikel Buddhismus Aktuell Juni 2011

Eine Textauswahl meiner Kolumne in der Zeitschrift “WIR – MENSCHEN IM WANDEL”

„vielleicht ist ein Mystiker jemand, der diese Phase des Zusammenbruchs umarmt und ihr traut“, Interview mit Charles Eisenstein, September 2013 Solothurn


Über das Lauschen und den großen Spielplan

Über das Lauschen und den großen Spielplan

Dankbarkeit macht eine Fütterung zum Mahl

Ein interreligiöser Dialog zum Thema Essen und Bewusstseinswandel

Bruder David Steindl-Rast im Gespräch mit Marietta Schürholz

M

Wir befinden uns global in einer bedrohlichen Krise, die sich auf fast allen Ebenen zeigt. Es bedarf enormer Anstrengungen ein neues Bewusstsein zu entwickeln, dass den großen Zusammenbruch des Ökosystems und gesellschaftlicher System abwenden könnte. Das Thema Ernährung ist dabei, gerade weil es so existenziell ist, wichtig. Deshalb möchte mit ihnen vor dem Hintergrund der Bedrohung über eine aus der Religion inspirierte Haltung dem Essen gegen über sprechen. Sie stehen gleichsam für die Verbindung von unterschiedlichen religiösen Traditionen, sind Benediktiner Mönch und haben sich zugleich intensiv mit dem Zen Buddhismus beschäftigt. Was hat die Begegnung mit dem Buddhismus für Sie bedeutet?

DSR

Eine ziemlich ähnliche Frage habe ich einmal Thomas Merton gestellt: „Glaubst Du, dass Du über das Christentum sagen könntest, was Du sagst, wenn es nicht im Licht des Buddhismus wäre?“ Und Merton hat geantwortet: „Ich glaube, dass ich das Christentum nicht so verstehen könnte, wie ich es verstehe, wenn es nicht im Licht es Buddhismus wäre.“ Merton ging es nicht um theologische Aspekte. Für ihn war die Einsicht zentral, dass es auf eine persönliche Beziehung zu „den letzten Dingen“ ankommt. Es kommt  nicht auf eine Lehre an, auf etwas, das man glaubt oder nicht glaubt. Es kommt nicht auf äußere Formen an. Es kommt eine persönliche Beziehung zum Grund an. Das ist zugleich sehr buddhistisch und auch sehr christlich, urchristlich. Alan Watts, der den Buddhismus in Amerika bekannt machte, sah die Tatsache, dass sich das Christentum und der Buddhismus getroffen haben, als die wichtigste historische Entwicklung des 20igsten Jahrhunderts an.

Ich sehe das genauso. Diese Begegnung ist ein ganz wichtiger Auslöser für einen Bewusstseinssprung, den wir machen müssen. Ich vergleiche das immer mit einem Sprung, den die Natur gemacht hat. Es gab eine Zeit in der Evolution, da hat es nur äußere Skelette gegeben, so wie wir sie jetzt noch von Käfern und Krabben kennen. Die haben ihr Skelett außen. Und dann plötzlich hat die Natur ein inneres Skelett erfunden. Und jetzt haben wir eine Wirbelsäule und Rippen und können uns dadurch natürlich ganz anders bewegen.

Was von uns als Menschheitsfamilie verlangt ist, um den notwenigen Bewusstseinssprung zu machen, lässt sich vergleichen mit der Erfindung des inneren Skeletts. Wir erleben heute psychologisch das Zusammenbrechen des äußeren Skelettes.  Alles, was uns von unseren Eltern und ganz besonders unseren Großeltern und von da an unseren Ahnen von außen her Halt geboten hat, zerbricht. Darum fühlen wir uns haltlos auf der Sinnsuche. Was uns Halt gibt, das müssen wir von Innen her erarbeiten. Im Buddhismus ist das von Anfang an sehr klar.

Diese Arbeit von Innen ist in der Lehre des Christentums genauso vorhanden, nur wird sie in der Praxis in keiner Weise gefördert, vielmehr von den religiösen Institutionen unterdrückt.

M:

Was Sie „von Innen her erarbeiten“ nennen ist ja auch ein sehr individuelles Tun.

DSR:

Genau, aber die Institution will gebraucht werden. Deshalb sieht sie Mystiker nicht gerne, denn die haben den direkten Weg. Aber in meinen Augen ist des die Aufgabe der Institution jeden Menschen zu diesem eigenen Weg zu führen und jeden Menschen zu dem Mystiker werden zu lassen, der er oder sie ohnehin schon ist. Denn wir sind alle Mystiker, wir haben alle die Offenheit für Begegnungen mit der letzten Wirklichkeit. Und im Buddhismus, zu mindest im Zenbuddhismus ist das ganz klar gesehen und wird sehr stark gefördert. Im Christentum wird jemand, der auf eigenen Füssen stehen will, sehr misstrauisch beäugt.

M:

Wie enorm fruchtbar die Perspektive eines Buddhisten auf die christliche Lehre sein kann, habe ich einmal bei einem Gespräch erlebt, das Thich Nhat Hanh und evangeliche Theologin Dorothee Sölle im Jahr 2000 in der Gethsemane-Kirche in Berlin führten. Es ging um die Erzählung des Emmausmahl, denn für Dorothee Sölle war diese Stelle, in der es um tiefe Fragen des Glaubens, Zweifelns und Erkennens geht, sehr zentral. Thich Nhah Hanh führte aus, dass die Jünger Christus an der Art erkannten, wie er das Brot brach. Mir wurde da klar,  wie in der Präsenz das Göttliche wohnt, wie Gegenwärtigkeit im Tun zu Gott führt.

DSR

Dieses Tun kommt aus einem Fühlen. Und dieses Fühlen ist ein Verstehen, das ganz tiefe körperliche Wurzeln hat, ein verkörpertes Verstehen. Das Fühlen ist ein verkörpertes Verstehen. Das Denken ist ein entkörpertes Verstehen. Es wird um so besser, je mehr man vom Körper weg kommt. Das kann man natürlich nie ganz, aber man kann versuchen vom Körper weg zu kommen. Während im Gefühl versucht man vom Körper mehr und mehr  in das Verstehen hinein zu nehmen. Und Theodor Heckel hat gesagt: Das Schöne fühlt sich im Fühlen.

M:

Wenn das Schöne sich im Fühlen fühlt, dann gibt es eine Möglichkeit das Wahre, das Stimmige, das Richtige zu erfassen?

DST

Ja, weil das Schöne, das Wahre und das Gute eines sind. Dazu gehört auch das Mitfühlen. Erst, wenn wir wirklich fühlen können, sind wir auch offen für das Mitgefühl, das ja im Buddhismus und im Christentum so zentral ist. Nicht nur Mitleid, sondern auch Mitfreude, Mitgefühl, dem dann das Tun entspringt … das Tun, um den anderen zu helfen, das Tun, damit sie sich selber helfen können. Wir haben uns zuviel eingemischt. Jetzt geht es eher darum sich weg zu nehmen und den anderen auch leben zu lassen. Das Mitgefühl müsste sich heute darin ausdrücken, das wir den weniger Bemittelten nicht etwas geben, sondern, dass wir ihnen weniger weg nehmen. Hier im Westen und im Norden des Erdballs benützen wir ja viel viel mehr als uns zusteht. Wir könnten lernen, dass die Lebensqualität gesteigert wird, wenn wir weniger Quantität verbrauchen. Das ist ungeheuer wichtig.

M

Welche Lebensqualität wird dann gesteigert?

DST:

Die Freude, nur schon die Freude. Denn mit der Dankbarkeit ist das so: Je kleiner das Gefäß ist, dass sich füllt, je früher fließt es über. Und erst, wenn es überfließt glänzt es und glitzert es und schenkt uns Freude. Und wir machen es immer größer und größer und nie fließt es über. Wie geben ihm gar nicht die Gelegenheit überzufließen.

M:

Und weil uns jederzeit alles zur Verfügung steht, können wir in unserer Kultur auch kaum mehr ein Mahl schätzen. Wie kommen wir zu einem Fühlen, das uns in einer anderen Weise Essen genießen lässt?

DSR

Wie wir das Mahlhalten lernen können? Ich weiß nur einen Zugang und das ist Dankbarkeit. Sie ist ja immer schon ein bisschen da und steigt in uns auf, wenn uns etwas sehr Angenehmes und Schönes passiert. Aber sie zu einer Grundhaltung im Leben zu machen, das ist dann Übung, und die kommt nicht von selbst. Übung heißt, sich immer wieder zu erinnern. Erst die Dankbarkeit macht eine Fütterung zum Mahl. Dankbarkeit feiert, ist eine feiernde, eine teilende, einen schenkende Haltung. Ein Mahl, das geteilt wird, ist ein offenes Mahl. Das muss es sein, sonst ist es kein richtiges Mahl. Denn zu einem Mahl sind grundsätzlich alle eingeladen. Nachdem das natürlich nicht möglich ist, muss immer eine gewisse Traurigkeit sein, dass nicht alle dabei sein können. Diese Traurigkeit gehört zu der Freude des Mahles dazu. Beim Ostermahl in der jüdischen Tradition wird ja immer ein Gedeck frei gehalten für Elijas, der erwartet wird. Jeder Bettler, der zum Tor kommt, ist möglicherweise Elijas in Verkleidung und wird eingeladen und setzt sich dazu. Dieser offene Platz gehört auch zu unserem Mahl.

M:

Auch bei der sogenannten Ganapuja, einer Praxis des tibetischen Buddhismus werden Teller für diejenigen bereitet, die nicht dazu kommen können. Offenheit und Dankbarkeit und die Einladung an alle Wesen gehören auch hier zusammen.

DSR

Je dankbarer wir sind, umso mehr wird uns bewusst, dass alles Gnade, das alles Geschenkt ist. Dadurch wächst unsere Freude und das macht Dankbarkeit, macht ein dankbares Leben zu einem so anziehenden Weg der Spiritualität. Hier gibt es immer gleich eine Belohnungen.  Beim Yoga und auch beim Zen braucht es recht lang bis die Belohnungen wirklich spürbar werden. Aber bei einem dankbaren Leben kommen die Belohnung sofort. Es ist die größere Freude, wachsende Freude.

M

Feste sind ja auch häufig Ausdruck der Freude und der Dankbarkeit. Und immer gehört ein Essen dazu. In Indien habe ich verstanden, wie religiöse Feste ständige Reinszenierungen von Ereignissen sind, wo sich das Göttliche gezeigt und offenbart hat. Diese Erinnerung an das, was uns ja eigentlich immer umgibt, bindet uns zurück. Das Zeitliche wird dann auf das Überzeitliche hin transparent. Aber irgendwie geht uns hier so häufig die Essenz des Feierns verloren. Wie können wir Feste wieder feiern?

DST

Sie haben das eigentlich sehr schön ausgedrückt und ich kann dem kaum etwas hinzufügen. Das große Ereignis, was das ist, was da gefeiert wird, das große Ereignis ist ein Durchbruch des Jetzt in die Zeit, ist ein Durchbruch der Ewigkeit. Ewigkeit ist ja das Jetzt, das nicht vergeht, ist ein Einbruch der Ewigkeit in die Zeit. Und was Sie Inszenierung nennen, ist ein uns Vorbereiten darauf, dass wir wieder in dieses Jetzt eintreten dürfen.

M

Dieses Eintreten ins Jetzt ist uns ja immer möglich.

DSR

Ja, immer, aber zu besonderen Zeiten, an besonderen Orten ist es viel leichter. Drum feiern wir Feste. Auch wenn es gemeinsam getan wird, hat es ganz neue Dimensionen. Es wird dadurch gefeiert, dass man sich erinnert. Die Erinnerung geht nach Innen, er-innerung und im Innersten finden wir diese Jetzt. Wir finden zurück zu diesem Jetzt, zu dem, was dort geschehen ist. Der Erinnerung helfen äußere Gesten, auch Gebetsgesten. Nur Knien kann schon helfen, ohne irgendetwas zu sagen. „Ich steh an Deiner Krippe hier, oh Jesus, Du mein Leben“. Man hat eine kleine Krippendarstellung und steht davor, wie man als Kind davor gestanden ist. Aber man steht nicht wie man als Kind gestanden ist, man steht als Kind davor. Das ist schon eine Geste, nicht wahr, die uns zur Verfügung steht? Aber wer tut es? Dann ist da noch das Mahl, das immer zentral für jede Feier. Und das sich erinnern. Die Geste, das Mahl, die Erinnerung und die Geste, des Stehens, des Kniens, des Anschauens, des auch irgendetwas Tuns, z.B. Brauchtum, das mit den Festen verbunden ist. Ich glaube da sehen Sie etwas ganz Wichtiges.

Ich weiß nicht, aber ich glaube, dass man vom tibetischen Buddhismus manches lernen könnte. Oder es ist wieder etwas was wir beitragen, dieser gemeinsamen sich entwickelnden Tradition beitragen. Aber wir haben es selber schon fast verloren.

M

Was mir als wichtige Inspiration aus dem tibetischen Buddhismus geschenkt wurde, auch wenn ich nicht weiß, ob ich es im dortigen traditionellen Sinne richtig verstanden habe, ist das sehr wörtliche Erfahren vom Bedeutungssinn der Worten zur Eucharistie: „Dieses Brot ist mein Leib“. In den sogenannten Gana Chakras, werden die Gaben als ein Mandala verstanden, das stellvertretend für alles Manifeste dargebracht wird und zu dem dann noch das Bewusstsein segnend dazu kommt. Der Teller mit den Speisen die Welt, so wie ich auch, sind die Opfergabe. Und die esse ich dann. Was für mich dabei statt fand, war für eine kurze Weile vollkommenes Einswerden, ungetrennt. Durch diese Erfahrungen im Rahmen einer tibetischen Puja habe ich angefangen zu ahnen, was in der Eucharistie auch statt finden könnte.

DSR

Ich glaube das sehen Sie ganz richtig. Diesen Dreischritt des Opfers findet man, wo immer Opfer dargebracht werden. Der erste Schritt ist, dass die Gaben abgesondert werden als Repräsentativ für alles. Das Brot und der Wein, in unserem Fall, als Früchte der Erde, Natur und Werk menschlicher Hände, beides. Kultur und Natur, dass ist Brot und Wein, repräsentiert alles was es gibt. Dann wird es aufgehoben in der Wandlung, die Geste des Aufhebens genügt schon, und dann wird es geteilt.

M

Das Aufheben steht für das Empfangen eines Segens, ein Darbringung?

DSR

In der Mitte des Opfers steht immer die Konsekration, die Wandlung nennen wir es auf Deutsch, die Heiligung des schon Heiligen, des uns Bewusstwerden des Heiligen. Und nachdem wir die höheren Werte uns immer als oben vorstellen ist das Aufheben oft in dieser Phase. Und das Dritte ist dann immer das gemeinsame Mahl. Das Konsekrierte wird jetzt geteilt unter allen. Oft ist das eine ganz kleine Geste. Im fernen Osten nehmen die Menschen vor jeder Mahlzeit mit drei Fingern ein paar Körner Reis aus der Schale. Diese drei Körner Reis sind schon die Opferung. Diese drei Körner Reis stehen wir alle Speise und für alles, was uns geschenkt wird. Dann heben sie es ein bisschen auf, das ist die Konsekration, und dann essen sie es, das ist die Kommunion. Oder in Griechenland, bevor jemand einem Glas Wein trinkt, werden ein paar Tropfen Wein, das ist die Opferung, diese paar Tropfen stellen die ganze Lebensfreude dar, die in dem Wein enthalten ist, werden zur Erde, dem geheimnisvollen Grund, aus dem der Wein heraus wächst, gegeben, das ist die Konsekration, und die Kommunion ist wenn man aus dem Becher trinkt. Ist immer wieder das dieselbe Form. Nur um uns dessen bewusst zu werden – da hilft uns die Begegnung der Religionen, denn Sie haben das in diesem tibetischen Ritus entdeckt und hätten es vielleicht nie in der christlichen Eucharistie verstanden. Aber da ist es, ganz klar.

M

Meinen Sie, dass dies so gemeint ist?

DSR

Selbstverständlich. Das ist doch nur eine andere Art zu sagen: Das ist Leib und Blut Christi.

M

Ist das dann der kosmische Christus?

DSR

Ja, dass es nicht der Leib und das Blut Jesu ist, das ist theologisch ziemlich klar und wird nur manchmal von Laien verwirrt. Aber nachdem Christus im christlichen Glauben die Christusnatur, die in uns allen ist, verwirklicht hat, kann man auch sagen, es ist der Leib Jesu Christi, genauso wie es der Leib unserer verstorbenen Großmütter oder wer immer war, die auch aus diesem Christus heraus gelebt haben. Wir verbinden uns in der Kommunion mit allen, die ihre Buddhanatur, um jetzt herüber zu springen, verwirklicht haben.

M

Wie schön. Da gibt es so eine große Gemeinsamkeit zu der Erfahrung des „Einen Geschmacks“ in einer Ganapuja, diese Erfahrung vollkommen Eins zu sein mit dem Ganzen, untrennbar.

DSR

Ja, und da gibt es dann kein zu wenig mehr. Denken sie an die Brotvermehrung. Da wird aus dem Wenigen so viel gemacht, dass am Schluss noch viel übrig ist. Auch ein wunderbarer Mythos, viel wahrer vielleicht als … ich habe das selber erlebt wie Brot sich vermehrt hat, wie es nicht für alle reicht und dann auch noch ein Duzend mehr dazu kommt. Und plötzlich ist genug da für alle. Man kann das ja im Leben erleben. Ob das Brot sich dann physikalisch vermehrt hat – wahrscheinlich kaum – ist nicht so wichtig.

David Steindl-Rast ist amerikanischer Benedektiner Mönch. Er wurde 1926 in Wien geboren, studierte Psychologie, Kunst und Anthropologie. 1952 ging er in die USA und trat 1953 in das Benediktinerkloster Mount Saviour in Elmira, NY, ein. 1965 beauftragte in sein Abt, sich mit dem interreligiösen Dialog zwischen Christentum und Buddhismus zu befassen. Er praktizierte daraufhin Zen bei den Meistern Haku’un Yasutani, Soen Nakagawa, Shunryū Suzuki und Eido Tai Shimano. 1989 gründete er zusammen mit dem Zen-Mönch Vanja Palmers in Dienten am Hochkönig das „Haus der Stille“ Puregg, Begegnungsstätte und Zentrum spiritueller Praxis und Besinnung. www.gratefullness.org

 

Aus der Zeitschrift Buddhismus Aktuell 3/2011 “ESSEN & LEBEN”

the big appetite

Als Hungergeister werden im tibetischen Lebensrad, dem Bhavachakra, Wesen bezeichnet, die unfähig sind ihren Hunger zu stillen. Dargestellt sind sie mit dicken, aufgeblähten Bäuchen, großen Augen, winzigen Mündern und extrem dünnen Hälsen. Ihre Physiognomie beschreibt ihre Psyche: Niemals wird genug Nahrung ihre Hälse passieren, so dass sich ein Gefühl von grundlegender Sättigung einstellt. Die Verbildlichung dieses Daseinsgefühls beeindruckt in ihrer Wörtlichkeit. Offensichtlich wird der Topos vom ungestillten Bedürfnis mit der Metapher des Essens verbunden.[i]

Vielleicht kennen Sie ein alltägliches Beispiel: Der wiederholte Gang zum Kühlschrank, welcher nicht aus akutem Hunger geschieht, nicht in Vorbereitung einer Mahlzeit für mich und andere und auch nicht, weil die vernachlässigten Fächer schon lange geputzt werden wollen. Es ist ein Gang aus Lust oder Frust, aus Langeweile oder Traurigkeit, mit dem Ziel einfach etwas mit den Lippen berühren, in den Mund stecken, zwischen die Zähne bekommen. Wenn füttern wir, wenn wir nach dem dritten, ein viertes und ein fünftes Stück Schokolade oder Kuchen und noch ein weiteres Glas zu uns nehmen? Ich nenn ihn den tauben Teil, der jetzt auf keinen Fall fühlen möchte, weder die Wut, noch die Enttäuschung, weder Leere, noch Schmerz oder Einsamkeit … jeder ihm zugeführte Happen, jeder Löffel und jeder Schluck hält jenen Widerstand am Leben: Jetzt auf keinen Fall Innehalten und das `Hör auf, das ist nicht gesund… for a moment on your lips a lifetime on your hips´ nicht hören.

Dieses, psychologisch als Übersprungshandlung bezeichnete Verhalten, kann verschiedene Ursachen haben. Meist aber wollen oder können wir etwas Unangenehmes nicht fühlen. Und um dieser Ohnmacht nicht ausgeliefert zu sein, suchen wir ein Ersatzgefühl. Was ist da leichter, als etwas zu konsumieren?

Sucht oder synonym Abhängigkeit sind weit gefasste Begriffe für den stark ausgeprägten Drang (Craving), durch Konsum von Suchtmitteln oder durch ein bestimmtes Verhalten einen subjektiv erwünschten körperlichen, sozialen oder psychischen Zustand herzustellen. (Wikipedia) 70% der erwachsenen Menschen weltweit weisen ein oder mehrere Suchtverhalten au,f sowohl nach Stoffen wie Aufputschmitteln, Halluzinogene, stimulierende oder beruhigende Drogen oder nach bestimmten Verhalten Ess-, Spiel-, Sex-, Kauf-, Arbeits-, Internetsucht. (Melody Beattie)

Die Sucht nach Sensationen, nach Sinnesreizen ist eine Signatur unserer Zeit. Wir leben und Arbeiten in Umgebungen, die sinnlich flach sind. Gleichzeitig preist eine allgegenwärtige  Werbung den überall verfügbaren „Stoff“ Essen an. Hierzu Prof. Gottwald[ii]: „Ein genereller Mangel an erfüllter Sinnlichkeit führt heutzutage zu einer ständigen Pseudokompensierung. … Wir essen und snacken ständig und ohne Unterlass, halten an der nächsten Bude und holen uns da was, einen Softdrink oder eine Flasche Wasser, an denen die Leute ständig nuckeln. Wir sind als Kultur scheinbar noch nicht von der Mutterbrust weg. Das ist der komplette Irrsinn. Wenn Sie sich das da draußen anschauen, als ob wir ständig Wasser aus irgendwelchen Plastikflaschen bräuchten, die dann die Ozeane zu müllen, ein komplett ruinöses Verhalten. Wir sind in einer komplett oralisierten Kultur.“ Und dieses Suchtverhalten beschränkt sich nicht mehr auf die westliche Hemisphäre: „Sobald Zivilisation und Urbanisierung einsetzt sind die Leute, was ihre Leiblichkeit angeht, komplett desorientiert. Damit sind sie verführbar und hilflos jenen Angeboten an Essen und Trinken ausgeliefert, die ihr großes Unbefriedigtsein und die große Unterversorgung aller Sinne zu kompensieren versprechen.“ Wer z.B. Tage oder ein Arbeitsleben vor dem Bildschirm verbringt, weiß wovon die Rede ist. Die vernachlässigten Fühlfähigkeiten unseres Körpers betteln stumm: Bitte gibt mir was, damit ich mich meine Lebendigkeit spüren kann. „Häufig bleibt da nur der Mund, denn in den Großstädten ermangelt es den vier anderen Sinnen an Erfahrungen von Angeschlossensein.“[iii]

Der Buddha hätte Gier nicht als eines der drei Grundgifte, als eine der drei Grundursachen des Leidens beschrieben, wenn es nicht in jedem von uns dafür einen Resonanzraum gäbe. Und unsere Gier hat Folgen. Sie hatte sie immer, aber heute global. Das Ökosystem der Erde steht am Rande des Kollaps, die Zahl der hungernden Menschen wird nicht kleiner, sondern größer, ernährungsbedingte Krankheiten, Herzkreislauferkrankungen, Krebs und Diabetes nehmen weltweit rasant zu. Ob Buddhist oder nicht: WIR können es uns nicht mehr leisten weg zu schauen. Unser Verhalten hat dramatische Konsequenzen, für uns und unsere Umgebung.

„Es geht hier um Schäden biblischen Ausmaßes. Wir haben es zugelassen, dass in weiten Teilen der Welt, das, was ich im Lauf von Jahrtausenden geformt und entwickelt hat, innerhalb eines einzigen Jahrhunderts verschwand. …. Auch die Böden werden von den industriell erzeugten Lebensmitteln `aufgegessen´. In den letzten Jahren nahm der Einsatz von chemischen Düngemitteln und Pestiziden exponentiell zu. … Und nicht zufällig kommt die gesamte Technologie zur Herstellung von Pestiziden aus der Waffenindustrie. Industrielle Landwirtschaft ist nichts anderes als eine Kriegserklärung an die Erde. … Die Umweltschäden, die das globale industrielle Lebensmittelsystem anrichtet, sind so zahlreich und verschiedenartig, dass fast täglich irgendwo Alarm geschlagen wird. … Bisher wurde der Faktor Umweltzerstörung nicht in die Kostenberechnung der Lebensmittelwirtschaft miteinbezogen. Doch die Summe wächst unaufhaltsam, und natürlich wird dafür die Bevölkerung zur Kasse gebeten. Wir meinen, dass wir für Lebensmittel wenig Geld ausgeben, aber wir zahlen in Wirklichkeit einen hohen, versteckten Preis, sei es unter ökologischen Gesichtspunkten, indem wir die Fähigkeit der Erde, auch in Zukunft Lebensmittel hervorzubringen gefährden, sei es hinsichtlich unserer Lebensqualität und Gesundheit.“ (Carlo Petrini, Terra Madre, München 2010, S.91 f)

„Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. Alle vier Minuten verliert jemand sein Augenlicht wegen Vitamin A-Mangels. 2008 waren laut FAO 963 Millionen Menschen – beinahe jeder sechste Mensch auf unserem Planeten – schwer unterernährt. Und das, obwohl die FAO bestätigt, dass die Welt heute genügend Nahrungsmittel produzieren könnte, um zwölf Milliarden Menschen normal zu ernähren. Wir sind gegenwärtig 6,3 Milliarden auf der Welt. Schlussfolgerung: Hunger ist kein unabwendbares Schicksal. Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet. Die aktuelle Weltordnung des globalisierten Finanzkapitalismus ist nicht nur mörderisch, sie ist auch absurd. Sie tötet ohne Notwendigkeit. Hunger stellt einen Erbfluch dar: Jahr für Jahr bringen hunderte von Millionen unterernährter Frauen hunderte von Millionen unheilbar geschädigter Säuglinge zur Welt. … Die Zerstörung von Millionen von Menschen durch Hunger vollzieht sich täglich in eisiger Normalität – auf einem Planeten, der von Reichtum überquillt.“ (Jean Ziegler, Wie kommt der Hunger in die Welt?, München 2009, S.12)

„In Italien werden täglich 4000 Tonnen essbarer Lebensmittel weggeworfen. Das entspricht 1,46 Millionen Tonnen pro Jahr. In Großbritannien sind es 6,7 Millionen Tonnen pro Jahr. Die Amerikaner verschwenden ein Viertel ihrer Lebensmittel: 25,9 Millionen Tonnen pro Jahr … eine Studie korrigierte diesen Wert und spricht von 50 Prozent sämtlicher Lebensmittel. Wie ist es möglich, dass die industrialisierten Länder auf ein solch erbärmliches Niveau an Verachtung und Gleichgültigkeit den Lebensmitteln gegenüber gesunken sind?“ (Carlo Petrini, Terra Madre, München 2010, S.95 f)

Es scheint, als ob insbesondere der Buddhismus in der augenblicklich Situation einen entscheidenden Beitrag liefern kann, um unseren Umgang mit Nahrungsmitteln zu wandeln.

Da sind zum einen die sogenannten Verhaltensempfehlungen bzw. aus „erkanntem Erleben“ (Ayya Khema) formulierte Erinnerungen: Nicht zu töten, Nicht zu nehmen, was nicht gegeben, Nicht zu begehren, was Unheilsam, Nicht Substanzen zu missbrauchen, die das Bewusstsein trüben. Abgeleitet wurde hieraus bevorzugt eine vegetarische Diät. Doch ein ausdrückliches Verbot für den Verzehr von Fleisch gibt es wohl nicht. Allerdings sind Äußerungen des Buddha zu den Bedingungen überliefert, unter welchen der Fleischverzehr erlaubt ist.

„Sieht ein Bhikkhu, wie jemand ein Tier tötet, um es ihm als Speise zu reichen, so muss der Bhikkhu die Speise zurückweisen. Selbst wenn er nicht mit eigenen Augen sieht, dass das Tier für ihn getötet wird, sondern man es ihm nur erzählt, muss er sie zurückweisen. Ja, wenn der Bhikkhu auch nur argwöhnt, dass das Tier für ihn getötet worden ist, muss er ablehnen. Jivaka, die Übung des Bettelns sieht vor, dass der Bhikkhu alles annimmt, was immer ihm auch gereicht wird; nur das Fleisch eines Tieres, das um seinetwillen getötet wurde, das darf er nicht annehmen.“ [iv]

Heute werden in den großen Schlachhöfen Amerikas 30.000 Rinder am Tag geschlachtet. Dabei hat sich die Art und Weise wie Tiere heute getötet werden im Vergleich zu damals drastisch verändert. Extrem anders ist auch ihre Haltung. Einen ersten Grundstein zur Reflektion der Missstände legt 1975 der Australische Philosoph und Ethiker Peter Singer mit seinem Buch „Animal Liberation“. Seitdem sind zahlreiche Filme u.a. „Unser täglich Brot“, „We feed the world“ und „Food Inc“ gedreht worden, um der Öffentlichkeit zu zeigen, was sie nicht sieht: Die katastrophalen und lebensverachtenden Umstände unserer Nutztierhaltung. Als 2010 Jonathan Safran Foers Buch „Eating Animal“ in deutscher Übersetzung „Tiere essen“ erscheint, besetzt es die Titelseiten der großen deutschen Tageszeitungen.[v] Foer gelingt eine Synthese der drei großen Argumente, die sonst immer separat bemüht wurden „und, wo sie doch zusammen auftraten, einander behinderten und teilweise auslöschten: die Versündigung an den Rechten der Tiere, die leiden und sterben müssen; die Gesundheitsschädlichkeit des vielen Fleischs minderer Qualität für den Menschen; und die Umweltbelastung, wenn der Dung aus der Massentierhaltung ins Grundwasser gelangt, für Rinderfarmen der Regenwald abgeholzt wird und das Methan aus den Mägen der Wiederkäuer den Klimawandel beschleunigt. …

Von seinem privaten Bereich ausgehend, erschließt er, neugierig und beunruhigt, einen immer weiteren kosmopolitischen Horizont, innerhalb dessen alles mit allem zusammenhängt.“[vi] Auf den Vorwurf, dass es wohl Wichtigeres auf der Welt gäbe als sich um die Missstände in einem Hühnerstall zu kümmern, erwidert Foer: „Das ist doch kein Nullsummenspiel; wer einmal angefangen habe, den Muskel seiner Aufmerksamkeit und seines Gewissens zu trainieren (denn so, als etwas Trainierbares, müsse man sich diese beiden Dinge durchaus vorstellen), der schaue eher auch andernorts genauer hin, wo auf der Welt etwas im Argen liege.“[vii]

Was sollen wir tun? „Kommt drauf an“ antwortet Foer, „wenn Ihnen das Leiden der Tiere besonders am Herzen liegt, essen Sie keine Eier mehr; denken sie mehr ans Klima, verzichten Sie auf Rindfleisch; und für die Zukunft des Planeten generell wäre es am besten, den Verzehr von Seefisch einzuschränken.“[viii]

Diese Empfehlungen sind wichtig. Aber ein Verzichtsmoral mit Anspruch auf Allgemeingültigkeit hat, wenn eine dahinter liegende Problematik nicht ins Blickfeld rückt, selten anhaltend funktioniert.

„Is there anybody here, who doesn´t have a food trip?“[ix] frug Tsültrim Allione bei einer Einführung in die Praxis der Gana Puja. Keiner hob seinen Arm und alle lachten. Das war in Amerika. Und in Deutschland? Ich bin Kind von Eltern, die trotz entbehrungsreicher Kriegserfahrungen eisern auf ihre „Linie“ bedacht waren. Hinzu kam eine ambivalente Mischung aus protestantischer Sinnlichkeitsskepsis und neuem Hedonismus á la Wolfram Siebeck. Auch unsere Beziehung zum Essen ist gestört, vielschichtig und schwer entwirrbar.

Geht es um eine Heilung auf einer tieferen Ebene, dann scheint unumgänglich, um mit Rilke zu sprechen: „sich dem in uns zuwenden, das Hilfe braucht.“ Die enge Verbindung von Emotionen und Essen hat der tibetische Buddhismus, wie dies die Bildlichkeit der Hungergeister demonstriert, früh erkannt. Eine der wichtigsten Praktiken, die sich dieser essentiellen Verbindung explizit zuwendet, wurde von der im 11./12. Jahrhundert lehrenden Yogini Machig Lapdrön entwickelt – einer Frau, was wohl kaum erstaunt. Der Praxis des Chöd liegt die Realisation zugrunde, dass alle widrigen Umstände, alle Anfeindungen, alles Bedrohliche im Grunde leer sind, aber durch unser Verhalten Gestalt und Gewicht gewinnen. Was wir bekämpfen bekommt Macht über uns, was wir befreunden wird ein Teil von uns.  So praktizierte Machig die radikale Befreundung. Im Chöd füttert man die „zehrenden Emotionen“, die Angsteinflössenden, Krankheit- und Todbringenden Geister, gibt ihnen, was sie verlangen, stellt sich ihnen als Nahrung zur Verfügung. Die Erfahrung, im Überfluss geben zu können, löst die Anstrengung auf, einen Dualismus aufrecht zu erhalten. Die zentrale Visualisation des Chöd besteht darin, den eigenen Körper in einen Nektar zu verwandeln, der „das Andere“ füttert und nährt.[x]

Das heilende, „magische“ Potential einer solchen meditativen Praxis liegt mit Blick auf unser Essverhalten auf verschiedenen Ebenen. Heute lässt sich u.a. neurophysiologisch erklären, warum auch eine „Als ob“ Erfahrungen von unserem Gehirn als Erfahrung registriert werden. Wer einmal im Rahmen dieser Übung in die schmerzlichen Emotionen, die z.B. hinter einer Sucht liegen, gespürt hat, dessen Frucht ihnen zu begegnen wird weniger. Wer einmal die uneingeschränkte Fülle des „Sich Fütterns“ praktiziert hat, der hat eine Ahnung von Sättigung gewonnen.

Die besondere Kraft religiöser „Essensrituale“ wurde mir bei einer tantrischen Mahlpraxis (Tsog) bewußt. Ich backte für diesen Anlass eine riesige Knochenkette aus einem provancalischen Fougasseteig[xi] mit schwarzen Oliven und Speck. Jeder der etwas sechzig Teilnehmer des Rituals konnte sich einen der zwanzig Zentimeter großen Knochen von einer langen Kette abschneiden. Knochenketten sind „der wahre Schmuck“ der Verwirklichten des tantrischen Buddhismus. Sie symbolisieren ihren wirklichen Reichtum, ihre Realisation, ihre Fähigkeit die Angst vor Vergänglichkeit und Tod, die Angst vor der Ich-Auflösung überwunden zu haben und ihr Gewahrsein in Leerheit zu verankern. Als ich meinen Knochen aß, war mir, als würde ich von meinem Körper und dem der ganzen Umgebung speisen. Ich aß vom großen Leib. Der zunächst bedrohliche Gedanke, was geschehen würde, wenn ich meinen Kopf und damit die beobachtenden Instanz aufgegessen hätte, wandelte sich in eine ekstatische Freude und Freiheit. Mein Sein blieb, aber frei von Ich. Und dieses Sein begann zu tanzen.

Wir essen die Welt und die Welt schöpft sich durch uns. Dieses Gewahrsein nenne ich „den großen Appetit“. Der kleine Appetit, das Nagen der Hungergeister, die Arbeitssucht und die Essstörung … sie alle können ein Weg sein, um dem Großen zu begegnen, unserer wahren Natur, verbunden, mitfühlend, unendlich und klar.

Der Buddha lehrte, dass es verdienstvoller und segensreicher ist, diesen Klafter Körper zu besiegen als hundert mal hundert Armeen[xii]. Unserer Gier zu begegnen wäre somit ein geeigneter Schritt, um der globalen Zerstörung entgegen zu wirken. Vielleicht gelingt es uns, eine Kultur des Essens zu entwickeln, die sich dem kleinen Appetit zuwendet, die Sicht auf den großen Appetit öffnet und uns wahrhaft nährt.

Marietta Schürholz

Weiter führende Informationen und Impulse:

www.goodfood-badfood.de

food inc auf youtube

DVDs: Du bist, was du isst, Unser täglich Brot, Food inc, We feed the world

Veranstaltungen zum Thema Spiritualität und Essen www.buddhasbanquet.de

 

 


[i] Bei uns würde man sagen: „Der kriegt den Hals nicht voll“.

[ii] Prof. Gottwald ist Leiter der Münchner Schweißfurth Stiftung, deren Ziel eine bessere Ernährung ist. www.schweißfurth.de

[iii] Interview geführt im Herbst 2010

[iv] Jivaka-Sutra

[v] siehe u.a. SZ vom 13.3.2010, TAZ vom 13.8.2010, Die Zeit vom 16.8.2010, FAZ vom 17.1.2010

[vi] Burkhard Müller SZ 13/14.3.10, S. 13

[vii] s.o.

[viii] s.o.

[ix] „Gibt es hier irgend jemandem im Raum, der kein Thema mit dem Essen hat?“

[x] Die Amerikanerin Lama Tsültrim Allione, die in der tibetischen Traditon lehrt und mit ihrer Arbeit „Dämonen füttern“ in BA vorgestellt wurde hat die Chöd Praxis in eine einfache, auch Nichtbuddhisten zugängliche therapeutische Methodik übersetzt. Siehe BA 4/2010 und ihr Buch „Den Dämonen Nahrung geben“, München 2010

[xi] Die Fougasse ist eine südfranzösische Brotsorte, eine Mischung aus Baguett- und Blätterteig.

[xii] Dhammapada 103-105

Wir essen

Vierteljährlich veröffentliche ich in der Zeitschrift “WIR-MENSCHEN IM WANDEL” eine Koliumne mit dem Titel “Wir essen”. Es handelt sich um kleine, köstliche Essays zu Themen zwischen Spiritualität und Essen. Hier eine Auswahl.

12_01 Wir essen

Wir Äpfel

Wir Joghurt

Wir Mit den Fingern essen

Wir05_WirEssen Kichererbse

Wir07_WirEssen Tamritas

Wir09 Schokolade, die Kraft gewollter Verführung

 

Gespräch mit Charles Eisenstein über Mystiker und Bodhisattwas


 

Charles Eisenstein Interview gekürzt